(0511) 33 21 12 | Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen Hannover e. V. | Beratung - Unterstützung - Prävention - Information

Vernetzung und Kooperation

Nachfolgend finden Sie Informationen zu unserer Vernetzung und Kooperation sowie zum Hannoverschen Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“ und zu One Billion Rising.

Vernetzung und Kooperation

Foto Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e. V. HannoverUm Opfern sexueller Gewalt ein bestmögliches und weitreichendes Unterstützungsangebot zur Verfügung zu stellen, kooperieren wir mit vielen verschiedenen Stellen in der Stadt und der Region Hannover sowie im Land Niedersachsen und auf Bundesebene.

Durch Kooperation können Ressourcen besser genutzt und Lücken im Angebot besser geschlossen werden. Und das Prinzip, dass Gemeinschaft stärkt, gilt eben nicht nur für unsere Gruppenarbeit, sondern auch für uns als Beratungsstelle.

In den verschiedenen Arbeitskreisen, „Runden Tischen“ und Landesarbeitsgemeinschaften können wir uns mit anderen über relevante Aspekte zum Thema Gewalt gegen Frauen austauschen und wichtige politische - für uns wichtige - Ereignisse diskutieren.

Wir können beratungs- und alltagspraktische Hilfsangebote besser koordinieren, spezifische Problematiken, die sich aus unserer Arbeit ergeben, in andere Einrichtungen hineintragen und andererseits im Kontakt mit ihnen neue Ideen entwickeln.
So kann regional und überregional die Arbeit mit und für von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen möglichst passgenau und an den Bedürfnissen der Betroffenen sowie an den lokalen Möglichkeiten orientiert angeboten werden.

Die Organisierung von Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Einrichtungen bietet außerdem die Möglichkeit, auch andere Zielgruppen und interessierte Menschen zu erreichen.

Insbesondere die Kooperation mit anderen Frauen- und Mädchenprojekten ist uns ein wichtiges Anliegen. Sie stärkt unser gemeinsames Auftreten nach außen und damit unseren Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Und es ist gelebte Solidarität.

Vernetzt sind wir mit folgenden Arbeitskreisen (AK) und Arbeitsgemeinschaften

  • Fachgremium sexuelle Gewalt – Kommunaler Sozialdienst Hannover (Kooperationsvertrag mit der Stadt Hannover)
  • Arbeitskreis von Nebenklagevertreterinnen und Prozessbegleiterinnen
  • Arbeitskreis Dissoziative Störungen der Frauenberatungsstellen in Hannover
  • Arbeitskreis psychosoziale Versorgung (Beratungsstellen in Hannover und Region)
  • Frauenprojekteplenum in Hannover (jetzt: Feministisches Frauen-und Mädchennetzwerk)
  • Verbundtreffen der niedersächsischen Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
  • Landesarbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Frauennotrufe
  • Bundesverband der autonomen Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
  • Landesfrauenrat Niedersachsen
  • Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR)
  • Runde Tische der Stadt Hannover und der Region Hannover zu Frauengesundheit und zu häuslicher Gewalt
  • ARGE und Jobcenter (Kooperationsvertrag mit der ARGE)
  • Paritätischer Niedersachsen (Fachbereich Frauen)
  • Bildungswerk ver.di

Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“ in HannoverDie Frauenhäuser und Frauen- und Mädchenberatungsstellen in der Region Hannover unterstützt vom Landesfrauenrat Niedersachsen, Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Vertreterinnen aus Parteien, Gewerkschaften und Verbänden

Gemeinsam mit den Frauenhäusern und Beratungsstellen gegen Gewalt in der Region Hannover haben sich über 30 Organisationen, Vereine und Verbände in Hannover zusammengeschlossen – auch als Reaktion auf die aktuellen Ereignisse in Köln und anderswo.

Die Aktivitäten und Forderungen des hannoverschen Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“ orientieren sich im Wesentlichen an den Forderungen der Kampagne „ausnahmslos“ -  www.ausnahmslos.org

Wir danken dem Team Gleichstellung der Region Hannover für die finanzielle, logistische und persönliche Unterstützung des Aktionsbündnisses.

One Billion Rising 2017

One Billion Rising Hannover
Informationsflyer

Weitere Informationen: www.onebillionrising-hannover.de 

One Billion Rising 2016: Hannover fordert "Stoppt sexualisierte Gewalt"

Am 14. Februar 2016 ruft das Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“ in Hannover zum Protest auf – gegen (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen!

Gemeinsam mit den Frauenhäusern und Beratungsstellen gegen Gewalt in der Region Hannover haben sich über 30 Organisationen, Vereine und Verbände in Hannover zusammengeschlossen – auch als Reaktion auf die aktuellen Ereignisse in Köln und anderswo.

One billion rising – Motto 2016: "I'm rising (ich stehe auf)"

One Billion Rising (OBR) (englisch für: Eine Milliarde erhebt sich) ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Die eine "Milliarde" deutet auf eine UN- Statistik hin, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung werden.
Die Kampagne ist eine der größten weltweit, um zur Beendung von Gewalt gegen Frauen aufzurufen.

Entstehung

Die Aktion wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert (bekannt u.a. durch die Vagina Monologe). Das Ereignis sollte am 15. Jahrestag der V(agina)-Day-Aktionstage gegen Gewalt gegen Frauen (victory over violence) am 14. Februar 2013 (Valentinstag) stattfinden.

Einer der Auslöser für ihren Aufruf waren die Äußerungen des US-amerikanischen Politikers der Republikanischen Partei Todd Akin über Abtreibungen, bei der selbst Schwangerschaften, die durch Vergewaltigung entstehen, nicht beendet werden dürften. Seiner Auffassung nach könne der weibliche Körper von sich aus eine Schwangerschaft verhindern, wenn es sich tatsächlich um eine Vergewaltigung gehandelt habe. Im August 2012 antwortete Ensler ihm in einem offenen Brief, dass er Millionen Frauen wahnsinnig gute ("insanely good") Gründe gegeben habe, sich zu erheben.

Am 14. Februar 2013 nahmen in 205 Ländern Menschen, die meisten waren Frauen, in Protestzügen, spontanen Happenings und bei Tanz- und Kunstaktionen an der Kampagne teil. Unterstützt wird sie auch von zahlreichen Prominenten und Schauspielern wie Jane Fonda, Anne Hathaway, Rosario Dawson, Robert Redford, Charlize Theron, Yoko Ono. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon unterstützte die Aktion ausdrücklich und machte deutlich, dass man sich auch über den Tag hinaus engagieren müsse. „Dies muss ein Tag sein, auf den Handlungen folgen.“ Künstlerinnen in Deutschland, die den Aktionstag unterstützten, sind zum Beispiel die Schauspielerin Ulrike Folkerts, die Rapperin Sookee, die für die Kampagne den Hip-Hop-Song One Billion ("Sookie erhebt sich") geschrieben hat.

Der Gema-freie Song Break the Chain (Zerbrich die Ketten) von Tena Clark wurde von verschiedenen Sängerinnen und in mehreren Sprachen aufgenommen und war so etwas wie die gemeinsame Hymne der Kampagne. Die eigens entwickelte Choreografie dazu konnte zuvor mithilfe von YouTube-Videos einstudiert werden.

Seit dem ersten one billion rising –Tag 2013 geht die Kampagne weltweit weiter und in vielen Städten finden Kundgebungen, Demos, Happening statt, die dazu aufrufen, "raus zu gehen, zu tanzen und sich zu erheben, um das Ende von Gewalt zu fordern. Eine Milliarde Frauen – und Männer – überall auf der Welt. Eine Milliarde (one billion) tanzender Frauen. Das ist eine Revolution! ONE BILLION RISING … ist ein globaler Streik, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit."

Auch Hannover ist seit 2013 dabei. In diesem Jahr hat sich nach den Ereignissen in Köln ein breites Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“gebildet und nutzt diese Kampagne, um zum Protest und zur Solidarität aufzurufen.

Weitere Informationen: www.onebillionrising-hannover.de