(0511) 33 21 12 | Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen Hannover e. V. | Beratung - Unterstützung - Prävention - Information

Aktuelles

Angebote 2019 und 2020

Auf unserer Terminseite finden Sie u.a.:

  • Schreibwerkstatt für Frauen ab August 2019
  • Wochenendkurse Wen-Do für Frauen sowie Wen-Do für Mädchen
  • Therapeutisches Boxen ab Januar 2020
  • Kreative[Aus]Zeit für Frauen ab März 2020

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We take care

Modellprojekt gegen sexualisierte Gewalt und Belästigung in Nachtclubs und Bars startet in Hannover

Folder Projekt "We take care"

Veranstalter*innen, Beratungsstellen, die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur und das Referat für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover haben mit "We take care" ein Modellprojekt gegen sexualisierte Gewalt und Belästigung in Nachtclubs und Bars gegründet. Die Initiative geht zurück auf einen Antrag von FDP, Grünen und SPD im August 2017 zur Erarbeitung von Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt. "We take care" setzt ein Zeichen für eine offene, tolerante und respektvolle Feierkultur.
Ziel ist es, eine kontinuierliche Öffentlichkeits-, Präventions- und Unterstützungsarbeit zu gewährleisten, um Grenzüberschreitungen in Clubs, Bars, auf Veranstaltung entgegenwirken zu können.

Das Herzstück des Modellprojekts ist die interne Schulung aller Mitarbeitenden, von Thekenkräften, Türsteher*innen bis zu Garderobenmitarbeiter*innen und Techniker*innen der beteiligten Veranstalter*innen. Die Schulungsinhalte wurden gemeinsam mit den Beteiligten des Modellprojekts konzipiert.
Neben der Vermittlung von Grundlagen zum Thema sexuelle Belästigung wird bei den Schulungen, gemeinsam mit den Teilnehmenden, ein auf die Veranstaltungsorte abgestimmter Handlungsleitfaden erarbeitet. Die Auseinandersetzung mit dem Thema und die Entwicklung eines gemeinsamen Vorgehens soll bei den Mitarbeitenden zu einer emanzipatorischen und sensibilisierten Haltung und Wahrnehmung führen.

Ein Imagefilm, ausführliches Informationsmaterial, Schulungen und die gezielte Bewerbung des Frauennachttaxis sind einige Maßnahmen die das Modellprojekt bereits umgesetzt hat.

Studierende der Sozialen Arbeit der Fachhochschule Hannover, Fakultät V, evaluieren das Modellprojekt, um die Wirksamkeit auf unterschiedlichen Ebenen feststellen und ggf. verbessern zu können.

"We take care" vermittelt und manifestiert ein respektvolles Selbstverständnis, das die Bedürfnisse Betroffener in den Mittelpunkt stellt. Dabei werden Gäste, Mitarbeitende, unterschiedliche Institutionen und Akteur*innen aber auch Cliquen, Freund*innen und alle anderen Gäste gleichermaßen in die Verantwortung genommen, aufeinander zu achten.

Mit allen Beteiligten wurde im Rahmen dieser ungewöhnlichen Kooperation ein gemeinsames Leitbild entwickelt, das sich entschieden gegen Diskriminierung jeglicher Art, insbesondere gegen sexuelle Belästigung, wendet. Das Konzept wird den unterschiedlichen Facetten von sexuellen Übergriffen gerecht: Situationsangemessenes Einschreiten, gemeinsame Verfahrensabläufe, Rückzugsorte und Unterstützung. Allein im Rahmen dieser Debatten wurde ein gutes Netzwerk zwischen verschiedenen Akteur*innen der Veranstaltungsszene geschaffen, wodurch eine fortlaufende und aktive Kommunikation stattfindet.

Der Arbeitskreis "We take care" hat sich bewusst für ein umfassendes Konzept entschieden, das Akzente setzt und deutlich die Verantwortung aller Beteiligten in den Mittelpunkt stellt. Sexismus hängt eng mit anderen Diskriminierungsformen zusammen. Der umfassende Ansatz von "We take care" betrachtet Sexismus nicht isoliert von z. B. Rassismus, Homophobie oder Transfeindlichkeit. Die Beteiligten sind sich der Zusammenhänge bewusst und für die entsprechenden Problematiken sensibilisiert.

Sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt sind kein neues Phänomen. Jede dritte Frau hat laut einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte seit dem Alter von 15 Jahren eine Form des körperlichen und/ oder sexuellen Übergriffs erlebt. Ein Handeln ist notwendig, um solchen Situationen entgegenzuwirken. Übergriffe im Nachtleben tragen dazu bei, dass sich Nachtschwärmer*innen bei ihren abendlichen Ausflügen unsicher und unwohl fühlen. "We take care" setzt dem eine klare Positionierung entgegen. Gemeinsam Tanzen, gemeinsam unterwegs sein – feiern und dabei das Wohlfühlen Aller im Blick zu behalten – durch Alle.

Film zum Modellprojekt: https://www.youtube.com/watch?v=rWVuc9Kz3Hk

Internetseite des Projektes: www.wetakecare-hannover.de

Neue Postkarte

Postkarte Frauennotruf Hannover

Neu: Therapeutisches Boxen

Schnuppertermine am 5. und 12.09. sowie Gruppenangebot ab 17.10.2019

Unser Angebot richtet sich an Frauen, die Lust haben, sich in einem geschützten Rahmen einmal auf eine andere Art auszuprobieren. Im Therapeutischen Boxen geht es um das Ausdrücken von Gefühlen, Stimmungen und Anspannungen. Es dient dem Kraftaufbau, dem Empowerment (Maßnahmen zur Erlangung von Selbstermächtigung) und der Selbstabgrenzung. Die Körperwahrnehmung kann verbessert und aktiviert, innere Anspannungen reduziert werden. Es handelt sich bei unserem Angebot nicht um ein sportliches Boxtraining und nicht um eine Therapiegruppe. Im Vordergrund stehen das Ausprobieren, Wahrnehmen und Aktivieren.

Mehr Informationen finden Sie auf der Terminseite.

Online-Petition zu Upskirting

Upskirting ist das heimliche Fotografieren unter die Röcke von zumeist jungen Frauen. Die Fotos werden oft auch ins Netz gestellt.

Bisher ist nur das Veröffentlichen strafbar, aber nicht das Fotografieren an sich. Die Initiatorinnen fordern, diese Straflücke zu schließen. In England ist das Fotografieren seit Mitte April 2019 strafbar (bis zwei Jahre Gefängnis). In Deutschland haben Ida Marie Sassenburg und Hanna Seidel dazu eine Online-Petition gestartet. Wir schließen uns der Online-Petition an und ermuntern gern zur Unterschrift.

Das heimliche Fotografieren ist eine klare Verletzung der bzw. ein Angriff auf die Intimsphäre und eine sexuelle Grenzüberschreitung. Jedes Medium wird genutzt, um Frauen „auszubeuten“. Die Betroffenen fühlen sich verletzt, schämen sich, sind eher erschreckt und einige wütend. Sie haben Angst, was mit dem Bild passiert (wenn sie das Fotografieren mitbekommen haben). Das Gesetz schützt die Frauen hier nicht ausreichend. Diese Straflücke muss geschlossen werden.

Veränderungen in den Gesetzen haben eine starke Signalwirkung. Und sie sollten gleichzeitig mit weiteren Forderungen begleitet werden. Dazu gehören die gesellschaftliche Ächtung von Übergriffen auch in der Zivilgesellschaft, Abschaffung von starren Rollenbildern, die solche Übergriffe ermöglichen, Verwirklichung von Gleichberechtigung auf allen Ebenen und vieles mehr.

Mehr Informationen:

Online-Petition Verbietet #Upskirting in Deutschland!

TV-Beitrag von Sat.1 regional: "Keine Fotos unter Röcken – Upskirting soll endlich strafbar werden
(Hinweis: Das Video des TV-Beitrages kann eventuell nicht mit allen Browsern geöffnet werden.)

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Wir wollen bei aktuellen Themen mitwirken und unseren Standpunkt vertreten.
Uns nervt der alltägliche Sexismus – wir wollen etwas tun!
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Ein Hinterherpfeifen auf der Straße, ein Spruch über dein Aussehen, ein „zufälliges“ Anfassen am Po, #sexistische Werbung beim Spaziergang, anrüchige Mails?
Ist doch alles nicht schlimm? Stelle ich mich an, wenn mich das stört?

NEIN! Du entscheidest, was dich stört und was du unangenehm findest. Du setzt deine Grenzen selbst.
Es ist egal, was damit „eigentlich“ gemeint war und was die anderen denken!
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#Yes2No ist unser Slogan gegen #sexualisierteGewalt und #sexismus! #FrauennotrufHannover #metoo #Yes2No

Postkartenaktion zum 25.11.2017

Uns reicht's! Hannover gegen Sexismus in der Werbung

Frauennotruf Hannover

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018

Noch immer ist sexistische Werbung gang und gäbe. Trotz einer allgemeinen Sensibilisierung der Gesellschaft in Hinblick auf Sexismus und geschlechtsbezogene Diskriminierung werden wir tagtäglich mit sexistischen Werbebotschaften im öffentlichen Raum konfrontiert.

Dabei gibt es starke Argumente und Positionen gegen Sexismus in der Werbung. Um ein Zeichen gegen sexistische Werbung zu setzen und den Menschen in der Region Hannover eine Stimme zu geben, haben über 30 Einrichtungen in Hannover in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Region Hannover die Kampagne „Uns reicht‘s! Hannover gegen Sexismus in der Werbung“ initiiert.

Wir appellieren an die verantwortlichen Akteurinnen und Akteure in Bund, Land und vor allem in der Region Hannover, sich für sexismusfreie Werbung einzusetzen!

Wir sammeln in der Region Hannover 1.000 Stimmen gegen sexistische Werbung. Seien Sie dabei! Uns reicht‘s! Ihnen auch? Dann machen mit und unterzeichnen unseren Aufruf unter: www.hannover-gegen-sexismus.de

Friedensnobelpreis an Nadia Murad und Denis Mukwege

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die UN-Sonderbotschafterin Nadia Murad und den kongolesischen Arzt Denis Mukwege. Sie werden für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten ausgezeichnet.

Der 5. Oktober 2018 ist ein besonderer Tag, weil der Friedensnobelpreis an zwei Menschen ging, die sich seit Jahren gegen sexuelle Gewalt engagieren. Als Frauennotruf Hannover gratulieren wir der kurdisch-jesidischen UN-Sonderbotschafterin Nadia Murad und den kongolesischen Arzt Denis Mukwege und bedanken uns für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Diese und weitere Ereignisse sind Früchte der #Metoo-Debatte. Und deshalb freuen wir uns darüber, dass die #Metoo-Bewegung zu den Tagesthemen mittlerweile gehört und die Opfer der sexuellen Gewalt immer mehr zu Wort kommen.

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Elif Gencay, Vorstand

Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die uns dabei unterstützt haben und an alle für ihre lieben und wertschätzenden Worte und für die vielen Geschenke.

Uns war es eine ganz große Freude,  alte und aktuelle Weggefährtinnen und Weggefährten wieder zu sehen und zu sprechen und das Netzwerken für alle zu ermöglichen.

Wir haben das Kulturzentrum Pavillon als Veranstaltungsort bewusst ausgewählt. Wir haben dort in den 30 Jahren viele Veranstaltungen durchgeführt und fühlen uns dem Pavillon in der politischen Tradition sehr verbunden.

Mit ihrer schwungvollen Musik auf den Saxophonen haben die wunderbaren Musikerinnen von Sistergold den stimmungsvollen Rahmen geboten.
Das Mezzo hat ein so köstliches Buffet hergerichtet, das viele immer wieder zugreifen ließ.

Die persönlichen Grußworte der Sozialministerin Dr. Carola Reimann spannten einen Bogen von unseren Anfängen, unseren Grundsätzen und Wichtigkeit unserer Beratungsstellen hin zu den Aktivitäten der Landesregierung zum Themenfeld Gewalt und den „Ausbauwünschen“.

Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover hatte sich die Mühe gemacht zu schauen, was denn so vor 30 Jahren los war.  Und welche Forderungen wir und andere Feministinnen damals u.a. hatten, nämlich ein Ausgehverbot für Männer ab 22 Uhr, damit Frauen nachts allein unterwegs sein können.

Maren Gehrke richtete in ihrem Grußwort ihre Aufmerksamkeit in die Gegenwart. Sehr anschaulich mit einigen Textstellen eines Rappers (Du nichts – ich Mann) machte sie deutlich, warum der Notruf nachwievor sehr notwendig ist.

Ein Aspekt, der uns in den 30 Jahren immer beschäftigt hat und weiter beschäftigen wird, ist das Thema „Opferstigmatisierung“.
Dazu gab Frau Prof. Dr. Ulrike Lembke in ihrem sowohl pointierten als auch sachkundigen Vortrag viele Denkanstöße und „Spitzen“, was sich noch alles dazu verbessern lässt, gerade in der rechtlichen Betrachtung.

Da wir nicht alles wiedergeben können und es aber so schön war, gibt es untenstehend eine Zusammenfassung der Reden von Petra Mundt und Maren Gehrke. Die Dokumentation der Rede von Dr. Ulrike Lembke ist angefragt und wird dann hier veröffentlicht.

Der Zuspruch und die Würdigung unserer Arbeit stärken uns für die nächsten Jahre. Die „stehende Ovationen“ haben uns sehr berührt. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit Ihnen und euch weiterhin für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen und Mädchen kämpfen werden. 

Uns hat die Jubiläumsfeier sehr viel Spaß gemacht und es war einfach nur schön.
Auf die nächsten 30 Jahre!

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover,
Rede von Petra Mundt (PDF)

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Maren Gehrke, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover
Rede von Maren Gehrke (PDF)

Impressionen

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Carola Reimann

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Das Team, v.l.n.r.: Elif Gencay, Ira Morgan (beide Vorstand), Hannah Berger, Claudia Chodzinski, Helena Behrens, Gabi Kuhl-Himstedt, Petra Klecina

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Aus unserer Geschichte: Flyer, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit etc.

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Aus unserer Geschichte: Flyer, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit etc.

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Aus unserer Geschichte: Flyer, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit etc.

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Aus unserer Geschichte: Flyer, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit etc.

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Elif Gencay

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Blumen für das Team

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Sister Gold

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Sister Gold

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Sister Gold

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Das Essen vom Mezzo war prima

Jubiläumsfeier 30 Jahre Frauennotruf 2018
Das Essen vom Mezzo war prima

"30 Jahre da für Frauen in Not"

Presseartikel - zum Öffnen bitte auf das Bild klicken

Quelle: Neue Presse vom 6. Juni 2018

Link zum Interview: www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Frauennotruf-Viel-Arbeit-trotz-metoo

„Schuld und Scham: Frauennotruf Hannover wird 30"

Link zum Artikel der HAZ vom 7. Juni 2018: www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Schuld-und-Scham-Der-Frauennotruf-in-Hannover-wird-30

Wir wollen bei aktuellen Themen mitwirken und unseren Standpunkt vertreten.
Uns nervt der alltägliche Sexismus – wir wollen etwas tun!
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Ein Hinterherpfeifen auf der Straße, ein Spruch über dein Aussehen, ein „zufälliges“ Anfassen am Po, #sexistische Werbung beim Spaziergang, anrüchige Mails?
Ist doch alles nicht schlimm? Stelle ich mich an, wenn mich das stört?

NEIN! Du entscheidest, was dich stört und was du unangenehm findest. Du setzt deine Grenzen selbst.
Es ist egal, was damit „eigentlich“ gemeint war und was die anderen denken!
Trau deinen Gefühlen, nimm dich ernst, sei mutig und sag Nein zu #alltäglichem Sexismus! Egal wie du es machst - du hast ein Recht auf Unterstützung!

#Yes2No ist unser Slogan gegen #sexualisierteGewalt und #sexismus! #FrauennotrufHannover #metoo #Yes2No

Postkartenaktion zum 25.11.2017

Zwei engagierte Feministinnen haben einen neuen Blog/ ein neues Forum ins Netz gestellt: Rabatz! Mut statt Wut: Frauen gehen in die Offensive! Hier können sich Mädchen und Frauen darüber austauschen, wie frau auf diskriminierende und sexistische Sprüche, Witze und Werbung reagieren kann. Es geht auch um sicheres Unterwegssein und Anregungen, wie wir überhaupt gerne leben wollen.

Wir finden den Blog super und wünschen ihm viele Followerinnen und Follower. Bitte empfehlt ihn weiter. Hier geht es zum Blog: https://rabatz946315382.wordpress.com

Beratung in Gebärdensprache

Ab sofort gibt es beim Frauennotruf Hannover e.V. das Beratungsangebot in Gebärdensprache für Frauen und jugendliche Mädchen.
Frauen und Mädchen, die schwerhörig oder gehörlos sind, sind häufig von sexueller Gewalt betroffen - häufiger als Frauen und Mädchen, die nicht beeinträchtigt sind. Ungefähr jede zweite hörgeschädigte Frau macht in ihrem Leben Erfahrungen mit sexueller Gewalt.

Aufgrund der eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit und der entsprechenden besonderen Bedarfe für eine gelingende Kommunikation ist es für diese Mädchen und Frauen schwierig, passende Beratungsangebote zu finden. Wenige Beraterinnen sind darin geschult, sich auf die besonderen Anforderungen für Hörgeschädigte einstellen zu können, oder gar Gebärdensprache anzuwenden.
Hier soll es nun eine Möglichkeit geben, in geschütztem Rahmen mit einer Beraterin in Kontakt zu kommen, die Gebärdensprache beherrscht sowie sich auf die speziellen Bedarfe schwerhöriger Frauen und Mädchen einstellen kann.

Die Beratung wird von Anja Jung durchgeführt. Sie arbeitet seit Jahren für und mit Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, beherrscht Gebärden und ist vertraut mit den speziellen pädagogischen und kommunikativen Anforderungen, um für die betroffenen Mädchen und Frauen eine niedrigschwellige Beratungsmöglichkeit realisieren zu können.

Die Beratung findet jeden letzten Mittwoch im Monat von 16.30 - 18.00 Uhr statt.

Kontakt über SMS - 0176 - 43210072

Dieses Angebot wird durch die Stadt Hannover - Beauftragte für Menschen mit Behinderung gefördert.

"Wir wollen kein Pfefferspray, sondern Veränderungen"

Der 25.11. wurde 1981 von lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen als Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen aufgegriffen. Mit Aktionen, Kampagnen, Fachtagungen und Veranstaltungen wird weltweit von vielen Vereinen und Organisationen darauf aufmerksam gemacht.

Unser Beitrag in diesem Jahr sind diese Postkarten, die vom 16.11. bis 30.11.2017 als Citycards in vielen Cafes, Kneipen und Restaurant verteilt werden. Wir wollen diesmal nicht viele Worte machen und finden, die Botschaften bringen unsere „Forderungen“ auf den Punkt.

degfotzerten

Wir wollen kein Pfefferspray, sondern Veränderungen.*
Du hast doch nicht sprechen gelernt, um die Schnauze zu halten.
Ein Nein ist ein vollständiger Satz. Was ist darin nicht zu verstehen?
Don’t
get raped.

* nach einer Idee von degfotzerten | facebook.com/degfotzerten

Besuchen Sie die vielen tollen Veranstaltungen, die es in Hannover und Region zum Internationen Tag gegen Gewalt an Frauen gibt. Im Internet finden Sie die Hinweise der einzelnen VeranstalterInnen.

Postkartenaktion zum 25.11.2017

Postkartenaktion zum 25.11.2017

Postkartenaktion zum 25.11.2017

Postkartenaktion zum 25.11.2017

Postkartenaktion zum 25.11.2017

laufstarkAm 10.9.2016 wurde Katja Hornfeck bei uns in Hannover begrüßt. Einige LäuferInnen und RadlerInnen sammelten sich am 1. Treffpunkt in Empelde, um dann zum 2. Treffpunkt am Maschsee mit weiteren ambitionierten Menschen gemeinsam zum Nordufer zu gehen, zu laufen und zu walken.

Dort haben wir Katja an einem gut platzierten Stand bei wundervollem Wetter herzlich willkommen geheißen, uns ausgetauscht, gelacht und am Ende viele Luftballons mit guten Wünschen in den Himmel aufsteigen lassen.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass ihr alle da wart und mit uns Katja´s großartige Aktion unterstützt habt!

Danke!

Laufstark fürs Leben Hannover 2016

Laufstark fürs Leben Hannover 2016

Laufstark fürs Leben Hannover 2016

(September 2016)

Neues Kooperationsprojekt: Schutz- und Ruheraum für Frauen mit Traumafolgestörungen Nach engagierter und intensiver Vorarbeit durch das Traumanetzwerk Hannover, in dem sich Vertreter*innen von Kliniken, Beratungsstellen und niedergelassene Therapeut*innen engagieren,  freut es uns, dass mit Unterstützung des Frauenwohnheims Hannover e.V. ein Projekt gestartet ist, das eine Lücke in der psychosozialen Landschaft in Hannover schließen kann.  Es ist noch nicht das gewünschte Ziel (wir träumen von einer Krisenwohnung mit Ansprechpersonen für alle Krisenfälle), aber ein guter Anfang. Und wir freuen uns über die Unterstützung, die dieses Projekt bisher erhalten hat.

Der Schutz- und Ruheraum bietet Frauen die Möglichkeit, sich unbürokratisch und niedrigschwellig außerhalb von Psychiatrie und Klinik kurzfristig Distanz und Ruhe in einem geschützten Rahmen zu erlauben.
Eine kurzfristige räumliche Trennung ermöglicht es betroffenen Frauen häufig, einen emotional differenzierten Blick auf die Geschehnisse, die eigenen Gedanken und Gefühle zu werfen. Es kann eine große Erleichterung sein, wenn sie an bestimmten für sie belasteten Tagen („Triggertage“) oder in vergleichbaren Krisensituationen einen neutralen Rückzugsort finden. Diese Möglichkeit fehlte bisher in Hannover.

Dieses Angebot kann allerdings keine stationäre psychiatrische Versorgung in Krisensituationen oder einen notwendigen Aufenthalt in einem Frauenhaus ersetzen.
Es ist nicht für „Selbstmelderinnen“ gedacht. Der Zugang erfolgt ausschließlich durch die zuweisende Unterstützungsperson (Therapeut*in, Ärzt*in, Beratungsstelle). Der Aufenthalt für zwei bis drei Tage ist kostenfrei.

Das Frauenwohnheim benötigt für den Aufenthalt ein paar Eckdaten. Diese finden sich in dem Kontaktbogen. Die zuweisende Unterstützungsperson sollte für einen evtl. Notfall ihre Kontaktdaten hinterlegen. Damit ist kein Bereitschaftsdienst gemeint.
Weitere Informationen zum Ruheraum siehe Flyer.

Fragen für die direkte Belegung können direkt mit dem Frauenwohnheim abgesprochen werden (Telefon: 340 21 0, Frau Jeske)
Für inhaltliche Fragen stehen wir vom Frauennotruf ebenfalls gern zur Verfügung.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der broken hearts Stiftung für die engagierte Unterstützung und bei Elisa Herz von „kopfüber : grafikdesign“ in Hamburg für die Realisierung des Flyers. Ganz besonders bedanken wir uns bei der Leitung und der Geschäftsbesorgung des Frauenwohnheims Hannover e.V. – ohne sie könnte das Projekt gar nicht realisiert werden.

Info-Flyer

Kontaktbogen

Fotos des Schutz- und Ruheraums

(Juli 2016)

Wir haben Geschichte geschrieben!

Heute hat in einer namentlichen Abstimmung der Deutsche Bundestag mit 601 Ja Stimmen die Reform des Sexualstrafrechts beschlossen. Damit wird der langjährigen Forderung von Frauenberatungsstellen, Menschenrechtsorganisationen und engagierten Jurist*innen nach einem deutlichen Signal auch in der Rechtsprechung endlich entsprochen.

Diese Reform stellt einen deutlichen Paradigmenwechsel dar. Nicht mehr eine Nötigung ist Voraussetzung für die Strafbarkeit eines sexuellen Übergriffs, sondern entscheidend ist der Wille der Betroffenen. Damit ändert sich ganz grundlegend die bisherige Auffassung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung im Gesetz.
Bisher waren sexuelle Handlungen an einer Person nicht strafbar, wenn diese nur verbal ihren entgegenstehenden Willen deutlich gemacht hatte. Für eine Strafbarkeit mussten zum Beispiel eine Drohung oder das Anwenden von Gewalt hinzukommen. Künftig kommt es für die Strafbarkeit einer Vergewaltigung nicht mehr darauf an, ob Gewalt angewendet wurde oder die Betroffene sich körperlich gewehrt hat. Entscheidend ist, dass der Täter sich über den erkannten Willen der Betroffenen hinweggesetzt hat.

Kritisch bewerten wir hingegen die erst kurzfristig bekannt gewordene Ergänzung, dass mit der Gesetzesänderung auch Ausweisungen erleichtert werden sollen. Das Ausländerrecht ist nicht der richtige Ort, um sexuelle Gewalt zu sanktionieren. Bei sexueller Gewalt haben wir es mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun, das alle betrifft, unabhängig von ihrer Herkunft. Zu befürchten sind negative Auswirkungen auf die Anzeigebereitschaft von Betroffenen. Sie werden einen Täter ohne deutschen Pass möglicherweise nicht anzeigen, wenn dadurch seine Ausweisung droht. Mit dieser kurzfristigen Ergänzung bekommt diese Reform leider einen bitteren Beigeschmack.

Trotzdem freuen wir uns, dass wir „gemeinsam Geschichte geschrieben“ haben– nicht unwesentlich mit all den Postkarten-Unterstützer*innen, die uns und unseren Bundesverband dabei geholfen haben.
Jetzt ist die Rechtsprechung am Zug. Wir sind auf die tatsächlichen Anwendungen gespannt.

(07.07.2016)

Statement des Frauennotrufs Hannovers im Beitrag "Dunkelfeldstudie: Frauen zeigen sexuelle Gewalt nur selten an" aus der Sendung "Hallo Niedersachsen" vom 25.01.2016: www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Frauen-zeigen-sexuelle-Gewalt-selten-an,hallonds31096.html

Wir unterstützen Sie bei einer Strafanzeige mit einer psychosozialen Prozessbegleitung.

Neue Dunkelfeldstudie zum Anzeigeverhalten bei sexuellen Übergriffen des Landeskriminalamts Niedersachsen

Zum Lesen des Artikels bitte auf das Bild klicken.

Zum Lesen des Artikels bitte auf das Bild klicken.
Quelle: Neue Presse vom 26.01.2016

(Januar 2016)

Wir wissen um das Ausmaß von sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen, haben täglich damit zu tun. Doch auch wir sind fassungslos, empört und sprachlos und - wütend.
Wütend auf die Täter, fassungslos über die Dimension, besorgt um die Opfer, die vielleicht aus Angst und Scham schweigen, sprachlos darüber, welche Szenen sich in Köln und anderen Städten abgespielt haben müssen, wütend über das Unvermögen, es zu verhindern und gezielt einzugreifen.

Die Täter müssen ihr Verhalten ändern, nicht die Frauen
Die entsetzlichen Vorfälle müssen aufgeklärt werden, Täter zur Verantwortung gezogen werden. Sexuelle Übergriffe auf Großveranstaltungen, in Discos, im öffentlichen Raum sind nicht neu. Neu ist das gezielte, geplante Vorgehen von Übergriffen, die von so großen Gruppen öffentlich und gemeinschaftlich verübt wurden. Und offenbar ohne jegliche Angst, daran gehindert zu werden. Diese Dreistigkeit erschreckt und alarmiert uns.
So ganz unbekannt ist allerdings nicht, dass in anderen Kulturkreisen oft noch ein ausgeprägtes patriarchales Frauenbild in Männerköpfen herrscht und dass daraus massive Probleme entstehen können. Genau wie in Deutschland, in Österreich, Holland und in allen anderen Ländern dieser Welt. Nicht die Nationalität ist das Problem, sondern das frauenverachtende Denken. Zeigefinger-Mentalität hilft nicht.

Was wird brauchen sind wirksame Strategien zur Prävention und zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Was wir nicht brauchen, sind Empfehlungen, die Frauen die Verantwortung dafür geben, was passiert ist oder passieren könnte.

Genauso klar und konsequent zu behandeln ist:  Frauenverachtende Täter, die gewalttätig gegenüber Frauen und Mädchen handeln und die ihre Würde antasten, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Dazu müssen allerdings auch die noch bestehenden Schutzlücken im Straftatbestand der sexuellen Nötigung/Vergewaltigung endlich geschlossen werden. Leider ist es immer noch so, dass maßgeblich für die Strafbarkeit eines Übergriffs nicht etwa der erklärte Wille einer Person ist, sondern faktisch die Frage, ob sie sich ausreichend zur Wehr gesetzt hat und der Täter somit Gewalt anwenden musste. Und: Alle haben sich an die bei uns geltenden Gesetze und Werte zu halten.

Es hilft allerdings auch nicht, Informationen zurückzuhalten, um die Öffentlichkeit nicht zu verunsichern und keine Fremdenfeindlichkeit zu schüren. Eindeutige Aufklärung, anwendbare Konzepte und gemeinsames Handeln sollten jetzt das Ziel sein.

Mit unserem Bundesverband bff sagen wir deutlich: Notwendig ist eine breite gesellschaftliche Debatte über den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen und dem Schutz vor sexualisierter Gewalt, denn Gewalt gegen Frauen geht uns alle an. Diese Debatte muss ohne eine Instrumentalisierung und pauschale Vorverurteilung von Migranten und männlichen Flüchtlingen geführt werden.

Wenn Sie Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind, finden Sie hier Unterstützung und Hilfe. Auch wenn Sie Zeugin oder Zeuge geworden sind oder sich jetzt verunsichert fühlen, können Sie sich bei uns melden. Unsere Angebote sind kostenlos, anonym und vertraulich.

Das Team des Frauennotrufs Hannover

(Januar 2016)

Herzlichen Glückwunsch Annette!

Zeitungsartikel vom 06.12.2014 in der Neuen Presse

Für ihr ehrenamtliches Engagement für den Frauennotruf wurde unsere langjährige Vorstandsfrau Annette Loer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Am 5. Dezember 2014 wurde ihr diese Ehrung in Berlin vom Bundespräsidenten überreicht. Wir freuen uns mit Dir und für Dich. Vielen Dank für Deine jahrelange Unterstützung und Dein unermüdliches Engagement!

Zeitungsartikel vom 05.12.2014 in der HAZ (Link) | www.haz.de

Zeitungsartikel vom 06.12.2014 in der Neuen Presse (PDF-Dokument)

(Dezember 2014)

Kampagne "Gemeinsam aktiv gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen"Die Kampagne "Gemeinsam aktiv gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen" will

  • sensibilisieren für das Thema „Gewalterfahrungen von Mädchen und Frauen mit Behinderungen“
  • aufklären über die Existenz und das Ausmaß der Gewalt
  • informieren über Hilfsmöglichkeiten
  • Bewusstsein schaffen für eine Kultur des Hinschauens und des Respektes

In Zusammenarbeit mit dem Referat für Frauen und Gleichstellung der Stadt Hannover starten wir eine Kampagne, die über die besondere Situation von Mädchen und Frauen mit Behinderungen aufklärt. Sie findet vom 24.11. bis zum 01.12.2014 statt.

Mit Citylight-Postern an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet und im Fahrgastfernsehen der Stadtbahnen sowie in den U-Bahn-Stationen machen wir gemeinsam auf das Thema aufmerksam.

Das Datum der Kampagne ist nicht willkürlich gewählt, sondern erfolgt im Rahmen des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11.

Auf unserer Seite über sexuelle Gewalt und Behinderung erfahren Sie mehr über Mythen über Sexualität von Menschen mit Behinderung und "Das kann ich tun".

Zum Nachlesen: Kurzfassung der Ergebnisse der Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland". Eine repräsentative Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

(November 2014)